„Alles Leben ist Bewegung.
Dort wo Bewegung gestört ist, beginnt Krankheit.“
Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917)

 

Die Osteopathie ist weitaus mehr als nur ein manuelles Verfahren und die Behandlung des Bewegungsapparates. Den Menschen als komplexes und in sich vollkommenes System zu betrachten, ist die Grundphilosophie der Osteopathie

Osteopathie ist somit ein ganzheitliches Behandlungssystem, eine Heil-Kunst, die den Menschen in seiner physischen, psychischen, energetischen und sozialen Situation als Einheit sieht und behandelt.

Um ganzheitlich entscheiden und (be)handeln zu können müssen wir verstehen, fühlen und sehen können. Dabei helfen uns in der Osteopathie in erster Linie unsere Hände.

20 Jahre Erfahrung in der Ausbildung von Osteopathinnen/Osteopathen kommen Ihnen zugute. Die 5-jährige berufsbegleitende und BAO-zertifizierte Ausbildung vermittelt Ihnen mit 1.360 Unterrichtsstunden fundierte, praxisorientierte Kenntnisse in der Osteopathie.

Die Ausbildungsinhalte

Unser Ausbildungsziel: Synthese und vernetztes Denken

Um den Patienten in seiner Ganzheit und Komplexität zu verstehen und zu behandeln, bedarf es der Sicherheit in der Auswahl des für den Patienten passenden Befund- und Behandlungskonzeptes. Dazu ist das sichere Beherrschen aller Hauptsäulen (parietal, viszeral, kraniosakral) und das Verständnis des Zusammenspiels aller Teilbereiche der Osteopathie die Heil-Kunst.

Die Ausbildung gliedert sich in folgende Haupt-Themenbereiche:

  • Osteopathische Konzepte und Philosophie
  • Medizinische Diagnostik u. Differentialdiagnostik (Medizinisches Grundwissen wird vorausgesetzt)
  • Parietale (muskuloskelettale) Osteopathie
  • Viszerale Osteopathie (Behandlung innerer Organe)
  • Kraniosakrale Osteopathie inkl. Stomatognatem System
  • Ganzheitliche Faszientechniken u.v.m.
  • Osteopathische Sonderformen und Neuentwicklungen
  • Synthese und Vernetzung der einzelnen Fachgebiete zueinem ganzheitlichen Befund- und Behandlungskonzept
  • Kliniktage im Ambulatorium mit Lehrpraxis
  • Anatomieseminare an der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU)

Osteopathie Ausbildungsuebersicht

 

Parietale Osteopathie

Die parietale Osteopathie ist ein Teilgebiet der Osteopathie, in dem die Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien auf Bewegungseinschränkungen und Störungen untersucht und behandelt werden.

Der Behandler sucht nach Störungen in den einzelnen Strukturen des Bewegungsapparates, sowie in ihrem Zusammenspiel und versucht, diese manuell durch gezielte Impulse zu beseitigen.

Während Ihrer Ausbildung erlernen Sie ein breites Spektrum von Behandlungstechniken, um individuell angemessen und flexibel auf die jeweilige Situation eingehen zu können. Die einzelnen Techniken werden unter intensiver persönlicher Anleitung so lange eingeübt, bis Sie diese souverän beherrschen.

Viszerale Osteopathie

Bei der Viszeralen Osteopathie handelt es sich um den Teilbereich der Behandlungsmethode, bei der die inneren Organe (lat.: Viscera) sowie ihre umgebenden Strukturen auf Bewegungseinschränkungen durch sanftes manuelles Ertasten - Palpieren - hin untersucht werden.

Mit gezielten Techniken werden fasziale Verklebungen, die zum Beispiel als Folge von Operationen oder Entzündungen zurückgeblieben sind, gelöst. Das fördert die muskuläre Entspannung, normalisiert Nervenfunktionen, gleicht Durchblutungsstörungen aus und verbessert die venöse und lymphatische Drainage.

Das Wiederherstellen der inneren Balance zwischen den Organen aber auch zum muskuloskelettalen System durch viszerale Osteopathie verbessert die Organfunktionen, wirkt sich aber auch auf Fehlhaltungen oder Verspannungen des äußeren Muskelapparats positiv aus.

Kraniosakrale Osteopathie

Die kraniale Osteopathie ist ein weiterer, später hinzugekommener Bereich der Osteopathie.

In diesem Behandlungsbereich werden feine Bewegungen der Schädelknochen, des Kreuzbeins und der dazugehörigen Bindegewebshäute untersucht und korrigiert.

Die kraniale Osteopathie verfolgt das Ziel, den freien Fluss der Flüssigkeitssysteme an der Wirbelsäule bis hinunter zum Kreuzbein sowie im Schädel anzuregen bzw. bei Störungen wiederherzustellen.

Bei der Behandlung im Rahmen der kranialen Osteopathie kommen sanfte Zug- und Druckbewegungen sowie ein leichtes Halten verschiedener Punkte zum Einsatz. Hierdurch können Muskeln, Knochen, Organe und Nerven wieder in einen natürlichen Fluss gebracht werden.

Ein weiterer nicht unbedeutender Teilbereich der Kraniosakralen Osteopathie ist das Stomatognathe System, das sich mit dem Zusammenspiel von Schädel und Unterkiefer beschäftigt und dessen Ziel es ist, die optimale Funktion des Zahn-Mund-Kiefer-System wieder herzustellen bzw zu erhalten. Die häufig vorkommende Kranio-Mandibulare Dysfunktion betrachten wir gesamtheitlich und differenziert sowohl aus osteopathischer als auch aus zahnmedizinischer Sicht.

Der Unterricht

Dozenten
Nationale wie internationale, profund ausgebildete und langjährig praktizierende Osteopathen und Ärzte mit großer Unterrichtserfahrung vermitteln Ihnen den umfangreichen Lernstoff auf lebhafte und wissenstandsspezifische Art und Weise.
Sie werden Sie während Ihrer Ausbildungszeit hier an der Akademie sorgfältig schulen, führen, fördern und begleiten und geben gern ihren Lebens- und Praxiserfahrungsschatz an Sie weiter.
Alle unsere Dozenten sorgen für eine angenehme, abwechslungsreiche, humorvolle und lebendige Unterrichtsatmosphäre, stehen Ihnen in allen Fragen der Ausbildung stets unterstützend zur Seite und haben auch für Ihre Probleme oder persönlichen Interessensschwerpunkte stets ein offenes Ohr.
Das Lehrmaterial
Sie erhalten umfangreiche, auch ausgedruckte Skripte (in den Ausbildungsgebühren enthalten), die Ihnen als Leitfaden während der gesamten Ausbildungszeit dienen und auch alle prüfungsrelevanten Themenbereiche beinhalten.
Des Weiteren stehen Ihnen sehr viele diverse Anatomie-Modelle zur plastischen Veranschaulichung des Unterrichts zur Verfügung.
Bei der Anschaffung von schulnotwendigen Lernmitteln (Bücher, medizinische Geräte u.ä.) sind wir Ihnen z.B. durch Sammelbestellungen gerne behilflich.
Anatomieseminare an der LMU
Bereits ab dem 1. Ausbildungsjahr besteht die (freiwillige) Möglichkeit an ausgesuchten menschlichen Präparationen direkt im Anatomiesaal der LMU die unterschiedlichen skelettären, muskulären und viszeralen Strukturen des menschlichen Körpers kennenzulernen (in den Ausbildungsgebühren bereits enthalten).

Prüfungen, Abschlüsse und Zertifikate

Prüfungen
Am Ende eines jeden Ausbildungsjahres wird eine schriftliche und eine mündlich/praktische Prüfung abgelegt. Eine Teilnahme an diesen Prüfungen ist Pflicht und berechtigt Sie zur Teilnahme an der BAO-Abschlussprüfung nach dem 5. Ausbildungsjahr. Die Prüfungsgebühren sind bereits in den Ausbildungskosten enthalten.
Vorbereitungskurse auf die jährlichen Zwischenprüfungen sowie auf die BAO-Abschlussprüfung dienen Ihnen als Leitfaden und beinhalten alle prüfungsrelevanten Themenbereiche. Die Teilnahme an diesen umfangreichen Prüfungsvorbereitungen ist in den Ausbildungsgebühren bereits enthalten.
Abschlüsse
Nach erfolgreichem Abschluss der Osteopathie-Ausbildung erhalten Sie das Zertifkat „Osteopath/in (OAM)“, das Ihnen die absolvierte 5-jährige Ausbildung mit 1.360 Unterrichtsstunden bestätigt und Ihnen somit ermöglicht auf Grundlage des Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) mit vielen privaten Krankenversicherungen oder privaten Zusatzversicherugen abzurechnen. Das OAM-Abschluss-Zertifikat berechtigt Sie auch zur Abrechnung von Osteopathie über die Bonusprogramme der gesetzlichen Kranken­kassen.
BAO-Zertifizierung
Mit dem zertifizierten Abschluss: „Osteopath/in (OAM)“ haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, kostenpflichtig eine BAO-Urkunde zu beantragen, die Ihnen erlaubt das Qualitätssiegel der BAO für Therapeuten zu führen. Es steht für Kompetenz und regelmäßige osteopathische Fortbildung – und wirkt damit als zentrales Qualitätsmerkmal für Patienten.

 

Alle Ausbildungsinformationen, Termindetails, Preise und Anmeldeformulare finden Sie in unseren Aus- und Weiterbildungsprospekten.